Achtsamkeitsübung: Beschreiben ohne zu bewerten

Anleitung zur Achtsamkeitsübung: Beschreiben ohne zu bewerten

Durch diese Übung lernst du, deine Beobachtungen von deinen Bewertungen zu unterscheiden.

Diese Fähigkeit ist wichtig, denn im Alltag reagieren wir oft auf das, was wir über Dinge denken, anstatt darauf, was im gegenwärtigen Moment wirklich stattfindet. Das führt nicht nur in unserem eigenen Kopf zum Durcheinander – in der Interaktion mit anderen kann es zu Missverständnissen und Verärgerungen führen, wenn wir auf etwas reagieren, das nicht in der Realität, sondern „nur in unserem Kopf“ stattgefunden hat.

Je öfter du diese Achtsamkeitsübung durchführst, desto klarer wird dein Geist und desto mehr reduziert sich dein zwischenmenschlicher Stress.

Anleitung

Suche dir ein irgendein Objekt für diese Übung aus, zum Beispiel eine Blume, einen Stein, ein Stück Obst oder ein Bild.

Betrachte dieses Objekt und beschreibe im Stillen mit deinen eigenen Worten, was du siehst. Stell dir vor, du würdest jemandem am Telefon beschreiben, wie der Gegenstand aussieht (nicht, wie er sich anfühlt, sondern was deine Augen sehen, wenn sie das Objekt untersuchen).

Bemerke dabei auch die Gedanken, Erinnerungen, Impulse oder Emotionen die „aufpoppen“, während du den Gegenstand anschaust – aber schenke diesen Phänomenen keine weitere Beachtung, sondern kehre mit deiner Aufmerksamkeit immer wieder zur Betrachtung des Objektes zurück.

Im Alltag üben

Du kannst diese Übung jederzeit und überall durchführen, zum Beispiel, wenn du irgendwo warten musst: im Auto an einer roten Ampel, in der Schlange an der Supermarktkasse, oder während du entspannt in einem Café sitzt und einen Cappuccino schlürfst. Richte deine Aufmerksamkeit auf das, was du siehst und bemerke dabei, wie dein Kopf das kommentiert und welche Geschichten er dir darüber erzählt.

 

Gemeinsam übt es
sich leichter…

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