Wie sich Meditation auf die Amygdala auswirkt (engl. Animation)

Die Amygdala (der Mandelkern) in unserem Gehirn hat eine besondere Rolle im Stressgeschehen. Dieses kleine Video veranschaulicht sehr schön, welche heilsamen Einflüsse Meditation auf die Amygdala – und damit auf unseren Stress im Alltag hat.

Wissenschaft: Meditation verändert die Struktur des Gehirns

Und wo im Gehirn verändert sie sich? Diese Fragen beantworten die Wissenschaftler heute mit Hilfe sogenannter Bildgebender Verfahren, wie zum Beispiel der Magnetresonanztomographie (MRT). Durch ein MRT wird es möglich, Veränderungen in der grauen Substanz des Gehirns (dem, was wir gewöhnlich unsere „grauen Zellen“ nennen) präzise zu lokalisieren und zu quantifizieren.

Neurowissenschaftler Dr. Ulrich Ott beschreibt in seinem Buch Meditation für Skeptiker die Ergebnisse einer Aufsehen erregenden Studie, die seine Kollegin Dr. Britta Hölzel und Dr. Sara Lazar an der Harvard Medical School durchgeführt haben. Sie haben zum Beispiel bei Meditierenden einen Substanzabbau im rechten Mandelkern (Amygdala) festgestellt, der signifikant mit einem durch die Meditation hervorgebrachten (verminderten) Stresserleben zusammen hing“.


Schlüsselrolle der Amygdala im Stressgeschehen

Die Amygdala hat eine Schlüsselrolle im Stressgeschehen: sie hat die Funktion einer Alarmglocke. In Bruchteilen von Sekunden überprüft Sie alle ankommenden Reize auf ihre Bedrohlichkeit. Wird etwas als bedrochlich eingestuft, leitet die Amygdala durch die Aktivierung der sogenannten Stressachse (HPA-Achse) augenblicklich die Gerneralmobilmachung unseres Stress-Systems ein.

Im Zuge dieser Aktivierung wird der Körper mit Stresshormonen überflutet. Meditation hingegen bewirkt genau das Gegenteil: die Amygdala beruhigt sich, der Stress nimmt ab und parallel dazu die messbaren Blutwerte aller Stresshormone.


Durch Meditation die Amygdala beruhigen

Je mehr ein Mensch meditiert, desto geringer ist die Dichte der grauen Substanz der Amygdala, haben die Forscher herausgefunden. Das bedeutet: die Amygdala ist weniger anfällig für Stress. Meditation kühlt sozusagen die hitzige Affektivität der Amygdala, mit der Folge, dass wir auch in Stresssituation mehr Chancen haben, einen „kühlen Kopf“ zu bewahren.


Mehr über die Auswirkungen von Meditation auf die Amygdala erfahren in diesem Fachartikel der Frankfurter Rundschau »»


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